Projektauftrag

Swiss Nurse Leaders sowie der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) führen das im September 2008 lancierte Projekt „SwissDRG und Pflege" seit April 2014 unter dem Namen „NursingDRG" weiter.


Ausgangslage

Der Leitgedanke für das Projekt „SwissDRG und Pflege“ bestand im Bestreben, einerseits den Pflegeaufwand pro DRG sichtbar zu machen und andererseits, Ansatzpunkte zu formulieren, um das SwissDRG-System, dort wo aus pflegerischer Sicht notwendig, zu verbessern. Letztlich sollten im Entgeltsystem SwissDRG Fälle mit erheblich höherem Pflegeaufwand im Vergleich zum Mittel in der jeweiligen SwissDRG ein höheres Fallgewicht und damit eine höhere Entschädigung erzielen. Es galt also, Fälle mit überdurchschnittlich hohem Pflegeaufwand zu identifizieren. Es wurde beabsichtigt, die Schweizerische Operationsklassifikation CHOP mit neuen Codes auszustatten, um die identifizierten Fälle zu markieren.
 

Einführung von CHOP-Kodes zur „Pflege-Komplexbehandlung“

Im Herbst 2012 reichten Swiss Nurse Leaders und SBK aus dem Projekt „SwissDRG und Pflege“ zusammen mit H+ Die Spitäler der Schweiz nach jahrelangen Vorarbeiten dem Bundesamt für Statistik BFS Anträge zur Erweiterung der CHOP ein. Gefordert wurde ein neues Unterkapitel „99.C1 Pflege-Komplexbehandlung“. Das BFS hiess den Antrag im Juli 2013 vollumfänglich gut, das neue CHOP-Unterkapitel fand Eingang in die CHOP 2014[1]. Seit Januar 2014 können die Spitäler für stationäre Patientenfälle mit aussergewöhnlich hohem Pflegeaufwand entsprechende Codes erfassen.
Seither fanden mehrere Revisionsschritte zum Kapitel 99.C1 statt.

[1] Vgl. Bundesamt für Statistik (2013): Schweizerische Operationsklassifikation (CHOP), Systematisches Verzeichnis – Version 2014, 31. Juli 2013


Zur Historie von CHOP 99.Cx Pflege-Komplexbehandlung